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Übergewicht und Untergewicht

Übergewicht (Adipositas) erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die dann wiederum zu einer Herzinsuffizienz führen können. Daher wird eine gesunde Gewichtskontrolle generell zur Vermeidung von Herzinsuffizienz empfohlen. Das Management eines gesunden Körpergewichts ist bei Patienten mit Herzinsuffizienz allerdings etwas komplexer als die bloße Empfehlung zur Gewichtsabnahme. Folgende Beobachtungen und Überlegungen spielen hier eine Rolle:

  1. Mit zunehmendem Alter nimmt der Einfluss von Übergewicht auf das Sterberisiko ab. Daher deutet ein höheres Körpergewicht bei vielen Patienten mit Herzinsuffizienz nicht automatisch auch auf ein höheres Sterberisiko hin.
  2. Wissenschaftliche Beweise legen nahe, dass Herzinsuffizienzpatienten mit leichtem Übergewicht (Body Mass Index von 25-30 kg/m²) im Mittel eine längere Lebensdauer haben.
  3. Unter Herzinsuffizienz versteht man heute eine komplexe Erkrankung, die nicht nur Konsequenzen für das Herz, sondern für den gesamten Körper (insbesondere die Muskeln) hat und zu Stoffwechselveränderungen führt.

Diese Stoffwechselveränderungen sind chemische Prozesse in den Körperzellen und führen oft zu Appetitlosigkeit und reduzierter Nahrungsaufnahme. Der Stoffwechsel des Körpers verändert sich durch die Herzinsuffizienz allmählich. Dadurch verlieren manche Patienten im fortgeschrittenen Stadium langsam aber kontinuierlich Gewicht. Dieser meist schleichende, unbeabsichtigte Gewichtsverlust bei Patienten mit Herzinsuffizienz ist ein Warnsignal, da er auf einen fortschreitenden Schweregrad der Herzinsuffizienz hinweist. Ein anhaltender Gewichtsverlust von mehr als 5 % des Körpergewichts wird als kardiale Kachexie bezeichnet und geht mit einer Verschlimmerung der Symptome und einer Verschlechterung der Lebensqualität und der Prognose einher. Im Hinblick auf eine gesunde Ernährungsweise ist eine ausgewogene Ernährung in Kombination mit regelmäßiger Bewegung wichtig.

Strategien zur Gewichtsreduktion bei Patienten mit Herzinsuffizienz sollten sorgfältig überwacht und individuell mit dem Behandlungsteam abgestimmt sein. Gewichtszunahme bei Herzinsuffizienz kann auf eine erhöhte Flüssigkeitsretention hinweisen. Patienten, insbesondere diejenigen, die Diuretika einnehmen, sollten unerwartete Gewichtsveränderungen mit ihrem Behandlungsteam besprechen.

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