Glossar: Machen Sie sich mit der Bedeutung der auf dieser Seite verwendeten Stichwörter vertraut

ABCDEFGHI – J – KLMNÖOP – Q – RSTUV – W – X – Y – Z

A

Akute Herzinsuffizienz: Plötzlich einsetzende Herzinsuffizienz (oftmals aufgrund eines Herzinfarkts). Obwohl der Zustand anfangs schwerwiegend sein kann, dauert er möglicherweise nur für kurze Zeit an und verbessert sich schnell.

Aldosteron-Rezeptor-Antagonisten: Eine Gruppe von Medikamenten, die zur Senkung des Blutdrucks, zur Reduzierung von Stauungen und zum Schutz Ihres Herzes verwendet werden.

Anämie: Eine geringe Anzahl an roten Blutkörperchen oder eine geringe Menge an Hämoglobin in den Blutkörperchen, was zu einer verminderten Sauerstoffzufuhr zu Geweben und Organen führt.

Angeboren: Von Geburt an vorhanden, zum Beispiel eine Erkrankung, die von Geburt an besteht.

Angina: Schmerzen oder Beschwerden in der Brust infolge einer verminderten Blutversorgung eines Teils des Herzmuskels. Die Ursache ist in der Regel eine koronare Herzkrankheit.

Angiographie: Ein Test unter Verwendung einer Injektion von flüssigem Farbstoff, der auf Röntgenstrahlen sichtbar ist, um Verstopfungen in Ihren Koronararterien sichtbar zu machen.

Angiotensin II: Ein von den Nieren produziertes Hormon, das eine Verengung Ihrer Blutgefäße verursacht, die Urinproduktion reduziert und Ihren Blutdruck erhöht.

Angiotensin-konvertierende Enzym-(ACE)-Hemmer: Eine Gruppe von Arzneimitteln, die die Produktion von Angiotensin II hemmen und Ihren Blutdruck senken.

Angiotensin-Rezeptorblocker (ARBs): Eine Gruppe von Arzneimitteln, die die Wirkung von Angiotensin II blockieren und Ihren Blutdruck senken.

Antiarrhythmika: Medikamente zur Kontrolle von Herzrhythmusstörungen und zusätzlicher Herzschläge.

Antikoagulanzien: Auch als Blutverdünner bezeichnet. Sie wirken der Bildung von Blutgerinnseln entgegen und sind besonders wichtige Medikamente für Patientinnen und Patienten mit Vorhofflimmern.

Antithrombotika: Arzneimittel, die die Bildung oder das Wachstum von Blutgerinnseln verhindern. Antikoagulanzien, Thrombozytenhemmer und Thrombolytika sind jeweils Arten von Antithrombotika.

ARNI: ein Medikament, das die Symptome und die Prognose bei Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz und einer reduzierten Ejektionsfraktion verbessert. Es besteht aus 2 Komponenten: einem Angiotensin-Rezeptor-Blocker und einem Neprilysin-Hemmer.

Arrhythmie: Ein unregelmäßiger Herzrhythmus.

Asthma: Eine Atemwegserkrankung, die zu einer Verengung der Atemwege führt und vor allem das Ausatmen erschwert.

Asthma: Eine Atemwegserkrankung, die zu einer Verengung der Atemwege führt und vor allem das Ausatmen erschwert.

B

Belastbarkeit: Ein Begriff, der die körperliche Fitness oder die körperliche Beanspruchbarkeit einer Person beschreibt.

Belastungstest: Kontrollierte körperliche Aktivität, in der Regel auf einem Laufband oder einem stationären Fahrrad, um zu beurteilen, wie gut Herz und Körper mit Bewegung oder Stress umgehen. Dieser Test kann Hinweise auf eine Ischämie aufgrund einer koronaren Herzkrankheit offenbaren.

Betablocker: Eine Gruppe von Medikamenten, die zur Senkung der Herzfrequenz oder Senkung des Blutdrucks verwendet werden.

Blutplättchen: Sehr kleine Partikel im Blut, die Blutungen verhindern und an der Blutgerinnung beteiligt sind.

C

Cholesterin: Eine „fetthaltige“ Substanz, die für viele Funktionen im Körper wichtig ist und in vielen Lebensmitteln enthalten ist. Es gibt verschiedene Arten von Cholesterin. Ein zu hoher LDL-Cholesterinspiegel kann zu Erkrankungen des Herzes und der Gefäße führen.

Chronisch obstruktive Atemwegs-/Lungenerkrankungen (COPD): Eine Lungenerkrankung, die normalerweise durch Rauchen verursacht wird und bei der die Bronchien teilweise verstopft sind, was das Atmen erschwert.

Chronische Herzinsuffizienz: Langfristige Herzinsuffizienz, die sich langsam im Laufe der Zeit entwickelt, allmählich verschlimmern kann und eine Langzeittherapie erfordert.

D

Defibrillation: Ein Verfahren zur Korrektur eines abnormen Herzrhythmus mittels elektrischem Stromstoß im Brustbereich.

Diabetes: Eine Erkrankung, bei welcher der Körper entweder nicht genug Insulin produziert oder das produzierte Insulin nicht richtig verwertet wird. Dies bedeutet, dass der Körper Glukose (Zucker) nicht richtig verwerten kann.

Digoxin: Ein Medikament, das verwendet wird, um Herzrhythmusstörungen in den Griff zu bekommen und die Herzleistung zu verbessern.

Dilatation: Vergrößerung oder Erweiterung eines Gefäßes oder einer Kammer.

Diuretika: Eine Klasse von Arzneimitteln, die auf die Nieren wirken, um die Urinproduktion anzuregen, wodurch Flüssigkeitseinlagerungen und Stauungen reduziert werden.

Doppelblind: Eine doppelblinde klinische Studie ist eine Studie mit einem Medikament, bei der weder die einnehmende Person noch die Prüfärztin/der Prüfarzt wissen, ob das untersuchte Arzneimittel oder das Placebo verabreicht wird.

E

Echokardiogramm: Ein Ultraschalltest zur Untersuchung der Herzkammern, Herzklappen und des umgebenden Gewebes. Dies ermöglicht eine Beurteilung von Funktion und Blutfluss.

Eisen: En essentieller Mineralstoff, der für die Bildung von Hämoglobin in den roten Blutkörperchen und somit den Sauerstofftransport durch den Körper entscheidend ist. Der richtige Eisenspiegel ist wichtig für die Herzfunktion und die allgemeine kardiovaskuläre Gesundheit.

Eisenmangel: Ein Zustand, bei dem der Körper einen zu geringen Eisenspiegel hat, der in einer Anämie resultieren kann. Bei Patientinnen und Patienten mit Herzinsuffizienz kann ein Eisenmangel die Symptome und Prognose verschlechtern, selbst wenn keine Anämie besteht.

Elektrokardiographie: Ein Test, der die elektrische Aktivität des Herzes erfasst. Es werden Informationen in Bezug auf Herzfrequenz, -rhythmus und elektrische Leitung aufgezeichnet. Somit können Hinweise auf Schäden, Ischämie und Hypertrophie identifiziert werden.

Erektile Dysfunktion: Ein Begriff, der die Unfähigkeit eines Mannes beschreibt, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten.

F

Flüssigkeitsansammlung: Wenn zu viel Flüssigkeit im Blut durch den Körper zirkuliert und es zu einer Stauung kommt, steigt der Druck in den Blutgefäßen an. Die Flüssigkeit tritt dann in das umliegende Gewebe aus, wo sie sich ansammelt und zur Bildung eines Ödems führt.

G

Generischer Name: Die wissenschaftliche Bezeichnung für den Wirkstoff des Arzneimittels.

Glukose: Ein Zucker, der eine wesentliche Energiequelle für den Körper darstellt.

H

Hämoglobin: Eine komplexe Protein-Eisen-Verbindung im Blut, die Sauerstoff aus der Lunge zu den Blutkörperchen und Kohlendioxid von den Blutkörperchen in die Lunge transportiert.

Hämorrhagie: Die medizinische Bezeichnung für Blutungen. Im allgemeinen Sprachgebrauch bedeutet eine Hämorrhagie eine besonders starke Blutung.

Herzinfarkt: Schäden, die am Herzmuskel auftreten, wenn eine Koronararterie blockiert ist und der Blutfluss zu einem Teil des Muskels stark sinkt oder ganz stoppt.

Herztransplantation: Ein chirurgischer Eingriff, bei dem einem kürzlich verstorbenen Organspender ein funktionierendes Herz entnommen und einer Person mit Herzerkrankung implantiert wird.

Hormone: Stoffe, die von verschiedene Drüsen im Körper in das Blut abgegeben werden und wichtige Funktionen regulieren.

Hyperkaliämie: Ein ungewöhnlich hoher Kaliumspiegel im Blut, der für Herzpatientinnen und -patienten gefährlich sein kann, da er zu schweren Herzrhythmusstörungen führen kann.

Hypertension: Anhaltend hoher Blutdruck.

Hyperthyreose: eine Erkrankung, die aus einer Überfunktion der Schilddrüse resultiert und letztendlich den Stoffwechsel erhöht (auch als Schilddrüsenüberfunktion bezeichnet).

Hypertrophie: Eine Vergrößerung eines Gewebes, Organs oder Muskels.

I

Implantierbarer Kardioverter-Defibrillator (ICD): Ein kleines batteriebetriebenes Gerät, das in der Brust unter der Haut in der Nähe des Schlüsselbeins platziert wird, um Ihren Herzschlag zu überwachen und Herzrhythmusstörungen mit elektrischen Impulsen zu behandeln.

INR-Wert (International Normalized Ratio): Ein internationales System zur Überwachung und Meldung von Blutgerinnungstests.

Insulin: Ein von der Bauchspeicheldrüse gebildetes Hormon, das es dem Körper ermöglicht, Glukose in Energie umzuwandeln.

Insulinabhängiger Diabetes: Eine Erkrankung, bei welcher der Körper wenig oder gar kein Insulin produziert, so dass der Körper keine Glukose verwerten kann. Menschen mit insulinabhängigem Diabetes benötigen mehrmals täglich eine Insulinbehandlung, um die Erkrankung in den Griff zu bekommen.

Ischämie: Ein Verlust oder eine Verringerung des Blutflusses (und damit der Sauerstoffversorgung) zu den Geweben.

Ivabradin: Ein Medikament zur Behandlung von Herzinsuffizienz, das die Herzfrequenz verlangsamt, indem es den Erregungskanal im Sinusknoten hemmt. Es kann Patientinnen und Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz verabreicht werden, um eine bessere Lebensqualität ohne Krankenhausaufenthalt zu ermöglichen.

K

Kalium: Ein essentieller Mineralstoff, der vom menschlichen Körper für eine normale Zellfunktion benötigt wird. Diuretika können zu einem Kaliummangel führen.

Kaliumsenker: Arzneimittel zur Senkung hoher Kaliumspiegel im Blut (Hyperkaliämie). Diese sind wichtig bei der Behandlung von Herzinsuffizienz, da viele Medikamente gegen Herzinsuffizienz den Kaliumspiegel erhöhen können.

Kalziumkanalblocker: eine Klasse von Arzneimitteln zur Behandlung von Bluthochdruck, Angina und verschiedenen Herzrhythmusstörungen.

Kardiale MRT: Eine Art von Herzbildgebung (Kernspintomographie), bei der ein starkes Magnetfeld verwendet wird, um das Herz detailliert abzubilden.

Kardiale Resynchronisationstherapie (CRT): Ein spezieller Herzschrittmacher, der zu einem kontinuierlich gesunden Herzrhythmus beiträgt und die koordinierte Kontraktion der linken Hauptpumpkammer des Herzes (Ventrikel) verbessert.

Kardiomyopathie: Eine Erkrankung, die zu einer Vergrößerung, ungewöhnlichen Verdickung oder Verstarrung des Herzmuskels führt. Kardiomyopathie hat viele Ursachen.

Kardiopulmonale Reanimation oder Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW): Ein lebensrettendes Verfahren, einschließlich manuellem Druck auf den Brustkorb, um die Pumpenfunktion des Herzes aufrechtzuerhalten, und Mund-zu-Mund-Beatmung, um die Sauerstoffversorgung aufrechtzuerhalten.

Katheter: Ein dünner, flexibler medizinischer Schlauch, der in einen Körperhohlraum (z. B. Blutgefäß oder Harnblase) eingeführt werden kann; Katheter können zur Behandlung von Erkrankungen oder zur Durchführung eines diagnostischen oder chirurgischen Eingriffs verwendet werden.

Klinische Studien: Medizinische Forschungsstudien mit menschlichen Patientinnen und Patienten. Durch die Anordnung der Studie sollen Antworten auf spezifische Fragen gefunden und bessere Möglichkeiten zur Prävention, Erkennung oder Behandlung von Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder zur Erkennung möglicher Nebenwirkungen von Arzneimitteln ermittelt werden.

Kompensation: Ein Begriff, der die Mechanismen beschreibt, mit denen der Körper versucht, den unzureichenden Blutfluss im Zusammenhang mit Herzinsuffizienz auszugleichen. Diese beinhalten in der Regel eine erhöhte Herzfrequenz und Flüssigkeitseinlagerungen.

Koronararterien: Blutgefäße, die den Herzmuskel mit Blut versorgen.

Koronararterien-Bypass-Operation (CABG): Ein chirurgisches Verfahren zur Umleitung des Blutflusses um eine Blockade in einer Koronararterie. Ein Blutgefäß wird aus dem Bein oder der Brustwand entnommen und auf die erkrankte Arterie oberhalb und unterhalb der Blockade transplantiert.

Koronare Herzkrankheit: Tritt auf, wenn sich die Koronararterien verengen oder komplett verstopfen. Dies verursacht eine verminderte Durchblutung und kann zu Angina, Herzinfarkt und Herzinsuffizienz führen.

Körperliche Untersuchung: Die gründliche Untersuchung von Patientinnen und Patienten auf Anzeichen einer Erkrankung oder Störung.

Krankengeschichte: Angaben zu den Symptomen einer Person, jüngeren oder früheren Erkrankungen und Behandlungen, früheren Operationen oder Eingriffen, der Verwendung von Medikamenten und der familiären Krankengeschichte (Anamnese).

L

Lungenentzündung: Entzündung der Lunge, die normalerweise durch eine Infektion verursacht wird. Eine Lungenentzündung tritt häufiger bei Menschen mit Herzinsuffizienz und Lungenstauung auf.

M

Magnetresonanztomographie (MRT): Eine Untersuchungstechnik, die Magnet- und Radiowellen verwendet (Kernspintomographie), um das Körperinnere einer Person detailliert abzubilden.

Maschinelle Beatmung: Maschinelle Beatmung bezeichnet die kontrollierte Beatmung und Sauerstoffversorgung einer Person mittels einer Maschine.

Menopause: Der natürliche biologische Prozess, der das Ende der Fortpflanzungsjahre einer Frau kennzeichnet. Sie kann sich aufgrund hormoneller Veränderungen auf die kardiovaskuläre Gesundheit auswirken und möglicherweise das Risiko für Herzerkrankungen erhöhen.

Multi-Slice-Computertomographie (MSCT): Ein Test, bei dem ein sehr schnelles Scan-Röntgengerät und ein Kontrastmittel verwendet werden, um das Herz und die Koronararterien scharf und detailliert abzubilden.

Myalgie: Schmerzen in einem Muskel oder Muskeln.

Myokarditis: Eine akute Entzündung des Herzmuskels. Sie kann zu einer Kardiomyopathie führen.

Myokardszintigraphie: Ein Scan, der den Blutfluss zum Herzmuskel in Ruhe und während körperlicher Betätigung bewertet. Das Verfahren beinhaltet in der Regel die Injektion einer radioaktiven Substanz.

N

Natriuretische Peptide: Eine Familie natürlich vorkommender Proteine, die eine wichtige Rolle bei der Herunterregulierung der Aktivität des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems spielen.

Nebennieren: Drüsen oberhalb Ihrer Nieren, die Hormone absondern, um Ihre Herzfrequenz, Ihren Blutdruck, Ihre Nierenfunktion, die Nahrungsverwertung Ihres Körpers und andere lebenswichtige Funktionen zu regeln.

Nitrate: Nitroglyzerinpräparate, die als orale Tabletten oder transdermale Pflaster mit verzögerter Freisetzung verabreicht werden.

Nitroglyzerin: Ein Arzneimittel zur Behandlung von Angina Pectors-Episoden. Es wird normalerweise unter der Zunge in Form von Tabletten, Sprays oder Pflaster verabreicht.

Ö

Ödem: Schwellung eines Gewebes durch Flüssigkeitsansammlung und Stauung.

O

Ohnmacht: Bezeichnung für einen plötzlichen, vorübergehenden Bewusstseinsverlust, der durch einen verringerten Blutfluss (und damit weniger Sauerstoffzufuhr) zum Gehirn verursacht wird. Die Ursache ist in der Regel auf einen niedrigen Blutdruck oder eine langsame Herzfrequenz zurückzuführen.

P

Palliation, Palliativversorgung: Ein Ansatz, der sich auf die Verbesserung der Lebensqualität und die Linderung von Symptomen bei fortgeschrittener Herzinsuffizienz konzentriert. Dies beinhaltet den Umgang mit den körperlichen Symptomen, das Eingehen auf psychische und spirituelle Bedürfnisse sowie die Unterstützung der Patientin/des Patienten und der Angehörigen.

Palpitationen (Herzrasen): Wahrnehmung von ausgesetzten, zusätzlichen oder unregelmäßigen Herzschlägen.

Patientenverfügung: Ein Dokument für Ihr medizinisches Fachpersonal, aus dem hervorgeht, dass Sie keine Wiederbelebung wünschen, wenn Ihr Herz und Ihre Atmung aufhören.

Patientenverfügung: Ein Dokument, in dem die Behandlungen und Verfahren beschrieben sind, denen Sie sich am Ende Ihres Lebens gegebenenfalls unterziehen oder nicht unterziehen möchten.

Patientenverfügung: Ein Dokument, in dem die Umstände beschrieben sind, unter denen Sie keine lebensverlängernde medizinische Behandlung erhalten möchten, falls Sie in Zukunft ernsthaft erkranken sollten und nicht in der Lage wären, Ihre eigenen Gesundheitsentscheidungen zu treffen.

Perkutane Koronarintervention (PCI): Ein Verfahren zur Wiederherstellung der Blutversorgung zu einer verengten Koronararterie durch Dilatation des Gefäßes mit einem Ballon. Dieses Verfahren kann in der akuten Phase eines Herzinfarkts verwendet werden. Um das Gefäß langfristig offen zu halten, wird häufig ein Stent eingesetzt.

Placebo: Eine inaktive (Schein-)Pille oder ein inaktives (Schein-)Medikament, das häufig in klinischen Studien verwendet wird.

Plaque: Die Ansammlung von Cholesterin, fetthaltigen Verbindungen, Kalzium und Blutgerinnungssubstanzen in der Wand einer Arterie.

R

Radioablation: Ein Verfahren, bei dem elektrische Energie verwendet wird, um Gewebe im Herz zu zerstören (ablatieren), das Herzrhythmusstörungen (unregelmäßige oder rasende Herzschläge) verursachen kann.

Radionuklidventrikulographie: Ein Test, bei dem kleinste Mengen radioaktiver Stoffe verwendet werden, um Herzmuskel, Herzkammern und Blutgefäße abzubilden.

Rechtsseitige Herzinsuffizienz: Wenn die rechte Seite des Herzes geschwächt ist und nicht in der Lage ist, das Blut normal vom Körper zur Lunge zu pumpen.

S

Schilddrüse: Eine schmetterlingsförmige Drüse im Hals, die ein Hormon produziert, das für die Kontrolle der Stoffwechselrate verantwortlich ist.

SGLT2-Hemmer: Hemmer des Natrium/Glukose-Cotransporter-2-Proteins sind Medikamente, welche die Symptome und die Prognose bei Herzinsuffizienz verbessern, die Verschlechterung der Nierenfunktion reduzieren und die Diabeteskontrolle optimieren.

Spirometrie: Ein Test zur Messung des Luftvolumens und Luftstroms beim Ein- oder Ausatmen der Lunge.

Statin: Ein Medikament zur Senkung des Cholesterinspiegels und zur Vorbeugung der Entwicklung einer koronaren Herzkrankheit.

Stauung: Wenn zu viel Flüssigkeit in den Blutgefäßen durch den Körper zirkuliert, steigt der Druck an und es treten Flüssigkeiten in das umgebende Gewebe aus, sodass sich ein sogenanntes Ödem bildet.

Stent: Ein Metall- oder Kunststoffschlauch, der in ein verengtes Blutgefäß eingeführt wird, um es offen zu halten.

T

Tachykardie: Eine schnelle Herzfrequenz, die in der Regel über 100 Schläge pro Minute beträgt.

Telemonitoring/Fernüberwachung: Dieser Begriff bezeichnet Informationen, die elektronisch (z. B. telefonisch) an Ihre Ärztin/Ihren Arzt oder Ihr Pflegefachperson gesendet werden. Informationen können auch automatisch von einem Herzschrittmacher, ICD oder CRT an die Klinik übertragen werden, während Sie zu Hause sind. Für diese Art der Fernüberwachung stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Dank der zunehmenden Verfügbarkeit wird das Telemonitoring immer mehr zu einem routinemäßigen Bestandteil der Herzschrittmacherkontrolle.

Thorax-Röntgenbild: Ein Test zur Abbildung des Brustbereichs, einschließlich der Lunge, des Herzes, der Blutgefäße und der Knochen der Wirbelsäule. Bei Herzinsuffizienz wird ein Thorax-Röntgenbild verwendet, um Anzeichen von Stauungen, Infektionen oder Flüssigkeitsansammlungen zu erkennen.

Thrombolytika: Arzneimittel, die durch Injektion verabreicht werden, um Blutgerinnsel in den Koronararterien abzubauen.

Thrombozytenhemmer: Medikamente, die die Wirkung von Blutplättchen im Blut hemmen und so die Bildung von Blutgerinnseln, insbesondere in den Koronararterien, verhindern.

U

Ungesättigte Fette: Eine Art von Fett, die relativ gut für Sie ist. Im Gegensatz zu gesättigten Fetten können ungesättigte Fette den Cholesterinspiegel im Blut senken.

Unregelmäßige Herzschläge: Der normale Herzrhythmus kann durch zusätzliche Kontraktionen gestört werden, so dass der Herzschlag unregelmäßig, zu langsam oder zu schnell zu sein scheint.

V

Vasodilatatoren: Ein Arzneimittel, das eine Dilatation oder Entspannung der Blutgefäße verursacht.

Ventrikel: Die größeren, unteren Kammern des Herzes, die Blut aus den Vorhöfen erhalten und deren Aufgabe darin besteht, das Blut vom Herz in den Körper und zur Lunge zu pumpen.

Verblindet: Eine verblindete klinische Studie ist eine Studie mit einem Medikament, bei der die einnehmende Person nicht weiß, ob sie das untersuchte Medikament oder ein Placebo (Schein-Pille) erhält.

Vericiguat: Ein Arzneimittel, das verwendet wird, um das Sterberisiko und die Notwendigkeit eines Krankenhausaufenthalts bei Patientinnen und Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz und einem kürzlichen Krankenhausaufenthalt oder die Notwendigkeit einer Verabreichung intravenöser (IV) Arzneimittel zu reduzieren.

Vorhof: Der kleinere Hohlraum vor dem größeren Hohlraum, d. h. dem Ventrikel; ein Herz hat 2 Vorhöfe und 2 Ventrikel.

Vorhöfe: Die kleineren, oberen Kammern des Herzes, welche die größeren Ventrikel füllen.

Vorhofflimmern:  Unregelmäßiger und oftmals schneller Herzschlag in der linken oberen Herzkammer (Atrium), der zu einem unregelmäßigem Herzschlag in den Vorhöfen führt.

Z

Zyanose: Eine bläuliche Verfärbung der Haut aufgrund eines Sauerstoffmangels im Blut, der in der Regel durch einen angeborenen Herzfehler verursacht wird.

ESC-Leitlinien für Herzinsuffizienz

Wissenswerte Patienteninformationen

Dieser Patientenleitfaden der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (European Society of Cardiology, ESC) soll einen Überblick über die neuesten evidenzbasierten Empfehlungen zur Diagnose und Behandlung von Herzinsuffizienz geben.

  • Patienten sollen insbesondere beim Verständnis der Folgenden Faktoren unterstützt werden:
  • Haupttypen von Herzinsuffizienz
  • Arzneimittel zur Behandlung von Herzinsuffizienz
  • Eventuell geeignete Medizinprodukte (Geräte)
  • Rolle der Rehabilitation
  • Management durch ein multidisziplinäres Team
  • Rolle der Selbstfürsorge beim Umgang mit der Erkrankung

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Virtuelle Reise Durch Das Krankheitsbild Herzinsuffizienz

Leicht verständliche, anschauliche Animationen zur Herzinsuffizienz und ihrer Behandlung

Diese kommentierten Animationen erklären, wie ein gesundes Herz arbeitet, was bei Herzinsuffizienz passiert und wie die verschiedenen Behandlungsmaßnahmen Ihre Gesundheit verbessern können.

Nützliche Hilfen

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Videos Von Patienten Und Pflegenden Angehörigen

In diesem Bereich können Sie Interviews mit an Herzinsuffizienz erkrankten Personen und deren Angehörigen ansehen, anhören oder lesen.

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