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und verbessert

SGLT2 (Natrium-Glucose-Cotransporter 2)-Inhibitoren

Natrium-Glucose-Cotransporter 2 (SGLT2)-Inhibitoren sind eine neue Klasse von Medikamenten. Sie eignen sich für Patienten mit Herzinsuffizienz und/oder Diabetes und tragen nachhaltig zur Stabilisierung und Besserung der Herzinsuffizienz bei.

SGLT2-Hemmer verringern das Risiko auf Herztod und schwerwiegende Ereignisse und sind auch für Herzinsuffizienz-Patienten, die keinen Diabetes haben, sicher in der Anwendung.

Wie funktioniert es? Bei Patienten mit Diabetes mellitus blockieren SGLT2-Inhibitoren die Resorption des Blutzuckers in der Niere. Die Folge sind ein sinkender Glukosespiegel, etwas häufigeres Wasserlassen, eine leichte Blutdrucksenkung und zumeist ein Gewichtsverlust von 2-4 kg.

Bei Patienten mit Herzinsuffizienz sind die Wirkungen von SGLT2-Inhibitoren im Körper komplex. Sie bewirken eine Verbesserung des Herz- und Muskelstoffwechsels und der Nierenfunktion, haben eine milde diuretische Wirkung und können die Symptome einer Überlastung bei Herzinsuffizienz reduzieren.

Welche Vorteile sind zu erwarten? SGLT2-Inhibitoren führen bei Patienten mit Herzinsuffizienz zu weniger Krankenhausaufenthalten, verlängern die Lebensdauer, verhindern Nierenprobleme und verbessern die körperliche Belastbarkeit und Lebensqualität. SGLT2-Inhibitoren senken den Blutzuckerspiegel bei Patienten mit Diabetes mellitus, jedoch nicht bei Patienten ohne Typ-II-Diabetes mellitus.

Nebenwirkungen: SGLT2-Inhibitoren werden von Patienten mit Herzinsuffizienz im Allgemeinen gut vertragen. Die Nebenwirkungen gleichen denen einer Einnahme von Placebos. Bei Patienten mit Typ-II-Diabetes mellitus sind die häufigsten Nebenwirkungen Pilzinfektionen in Urogenitaltrakt und -organen, die in der Regel gut therapierbar sind durch eine mehrtägige lokale (Creme-)Behandlung. Seltenere Nebenwirkungen sind Schwindel bei sinkendem Blutdruck und eine Verschlechterung der Nierenfunktion. Normalerweise ist eine Anpassung anderer oraler blutzuckersenkender Medikamente oder Diuretika nicht notwendig, aber manchmal kann sie sinnvoll sein. Diabetiker, die SGLT2-Inhibitoren einnehmen, sollten bei schweren Erkrankungen, Dehydrierung oder wenn sie ihr Insulin absetzen, vorsichtig sein, da es sich um diabetische Ketoazidose handeln könnte, die mit hohen Glukosewerten einhergeht. Diese schwerwiegende Erkrankung erfordert eine sofortige medizinische Behandlung.

Top-Tipps: Die Einnahme von SGLT2-Inhibitoren kann sicher in schrittweise erhöhter bzw. abnehmender Dosis begonnen oder beendet werden. Normalerweise ist die Anfangsdosis auch die Höchstdosis.

Auch bekannt als:

  • Canagliflozin
    (Invokana®)
  • Dapagliflozin
    (Forxiga®)
  • Empagliflozin
    (Jardiance®).

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