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Beschreibt, wie sie sich gefühlt hat als ihre Tochter ihr sagte, dass sie ihrem Mann zu viel abnehme

Hut ab vor meiner Tochter. Sie hat mir die Meinung gesagt, eigentlich hat sie schon Recht, weil das alles schon so zur Gewohnheit geworden war. Wenn er ein Glas Wasser brauchte, um seine Tabletten einzunehmen, sagte er „Mein Glas ist leer“, und ich bin dann zu ihm hin, habe das Glas genommen und bin in die Küche, um Wasser einzugießen und habe es ihm gebracht. Als meine Tochter zu Besuch war und dies beobachtete, sagte sie zu mir „Mutter, das darfst du nicht tun!“ Ich sagte „Warum nicht?“ und sie sagte „Du machst ihn zum Invaliden. Er ist durchaus noch selbst in der Lage, aufzustehen und sich ein Glas Wasser zu holen. Je mehr du ihm abnimmst, umso schlimmer wird es für ihn.“ Dann habe ich darüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass sie recht hat, absolut.

Und jetzt sage ich manchmal nur “Du weißt wo das Wasser ist, geh und hol’ es dir selbst.” Manchmal wird er dann richtig garstig und böse mit mir, wenn ich es nicht tue. Manchmal sage ich auch gar nichts, bleibe einfach sitzen, bis er sich dann sein Glas schnappt, in die Küche stürmt und sein Glas Wasser selber holt! [lacht]. Aber… das ist auch eine Sache, über die man sich im Klaren sein muss: man tut dem Betroffenen nichts Gutes, wenn man ständig um ihn herum springt und alles abnimmt. Ich glaube das ist fast genauso schlecht wie, wie soll ich sagen, man macht die Dinge nur schlimmer, man macht den Betroffenen selbst zum Invaliden.