Es ist möglich, dass die Diagnose Herzinsuffizienz wichtige finanzielle Fragen für Sie und Ihren Partner oder Angehörigen aufwirft. Die Situation wird bei jedem anders sein. Im Folgenden finden Sie einige Anmerkungen zu finanziellen Dingen, die Sie berücksichtigen müssen.

  • Befassen Sie sich mit dem Krankenversicherungsschutz Ihres Partners bzw. Angehörigen. Wenn Ihr Partner oder Angehöriger eine Krankenversicherung hat, klären Sie ab, was diese abdeckt und wie sich die Diagnose Herzinsuffizienz auswirkt. Denken Sie dabei unbedingt daran, dass sich einige der neuesten Behandlungsmethoden gegen Herzinsuffizienz (neue Medikamente bzw. Verfahren) aus technischer Sicht noch „in der klinischen Erprobung“ befinden, d. h. also offiziell noch nicht anerkannt sind, so dass es sein kann, dass diese durch die Versicherung nicht abgedeckt werden. Sprechen Sie mit dem Arzt Ihres Partners oder Angehörigen über alle Fragen, die Sie diesbezüglich haben oder klären Sie dies direkt mit dem Krankenversicherer ab.

  • Nehmen Sie erforderlichenfalls Finanzhilfen in Anspruch, um die Behandlungskosten zu bezahlen. Es kommt bei Herzinsuffizienz-Patienten entscheidend darauf an, dass sie alle ihre Medikamente wie verordnet einnehmen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder der betreuenden Schwester darüber. Diese können Ihnen sagen, wohin Sie sich wenden müssen (Sozialamt), um sich beraten zu lassen bzw. finanzielle Unterstützung zu beantragen.

  • Befassen Sie sich mit der Finanzsituation Ihres Haushalts. Wenn die von der Herzinsuffizienz betroffene Person der Haupternährer ist oder einen Großteil des Haushaltseinkommens aufbringt, besteht Handlungsbedarf für Sie und Ihre Familie, wenn der Betroffene nicht mehr in der Lage ist, wie bisher zu arbeiten. Wenn Ihr Partner oder Angehöriger eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hat, können Sie hieraus Ansprüche (Erwerbsunfähigkeitsrente) geltend machen.