Abgesehen von der praktischen Unterstützung, die Sie Ihrem Partner oder Angehörigen in der Behandlung der Herzinsuffizienz zukommen lassen, ist auch die emotionale Unterstützung extrem wichtig, da der Betroffene wahrscheinlich eine Vielzahl von Gefühlen bewältigen muss.

Als Pflegeperson können Sie emotionale Unterstützung leisten:

  • indem Sie Ihren Partner oder Angehörigen darin bestärken, dass Veränderungen Zeit brauchen. Es ist ganz normal, dass die Umstellung von eingefahrenen Gewohnheiten für jeden schwierig ist. Ihr Partner oder Angehöriger wird es zu schätzen wissen, wenn Sie seine/ihre Sorgen anhören und positiv eingestellt bleiben, auch wenn der Betroffene den Empfehlungen des Arztes nicht sofort komplett nachkommt. Ermutigen Sie den Betroffenen und loben Sie ihn/sie für jede neue gute Gewohnheit und Fortschritte und verurteilen Sie Ihren Partner oder Angehörigen nicht gleich, wenn er/sie gelegentlich in alte Gewohnheiten zurückfällt. Unterstützen Sie ihn/sie vielmehr darin, schnell wieder auf den richtigen Weg zurückzufinden.


  • indem Sie Ihrem Partner oder Angehörigen vorschlagen, sich einer Hilfsvereinigung für Menschen mit Herzinsuffizienz anzuschließen, um Unterstützung von Menschen zu erhalten, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Vielleicht möchten Sie ihn/sie dahin begleiten, allerdings wird diese Erfahrung wahrscheinlich dann am meisten bringen, wenn der Betroffene sich selbst dazu entscheidet.


  • indem Sie Verständnis dafür haben, dass zwischen Ihnen anfangs ein gewisser Verlust von körperlicher Intimität eintritt. Die Diagnose Herzinsuffizienz bedeutet häufig die Beendigung oder Einschränkung sexueller Aktivität   bis die Erkrankung unter Kontrolle ist..

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